1998

1998

Wie immer, wenn Großes entsteht, geht einem solchen Ereignis zuerst eine Idee und anschließend eine intensive Planung voraus. Die Idee zur Blauen Linie entstand im Herbst 1997, als Bernd Meyer frustiert registrierte, wie sein Bauchumfang schwangerschaftsmäßig zunahm und er im Sport das beste Mittel sah, diese bedauerliche Entwicklung zu bekämpfen. Der Hobby-Tänzer Meyer sagte zu dem Hobby-Tänzer Müller: „Lass‘ uns versuchen, eine Hallenzeit zum Kicken zu finden. Vielleicht können wir ja die der Tanzsparte am Donnerstag in der kleinen Turnhalle kriegen.“ Gerhard Müller nahm dieses verbale Zuspiel an, verhandelte mit dem GTV-Vorstand und erhielt schließlich Grünes Licht für die Blaue Linie, deren Name zu diesem Zeitpunkt noch seiner Entdeckung harrte. Von Frank Schlichting mit Hallenbällen für Fußball und Hockey ausgestattet fiel am

  1. Januar
    der Startschuss. Als Gründungsmitglieder fanden sich an jenem Donnerstag die Sportkameraden Meyer und Müller, Ralph Böttcher, Volker Lühr, Karl-Herbert Schäfe und Ingwer Siewertsen ein. Geschwitzt wurde beim Hockey und Fußball.
  2. Januar:
    Am zweiten Spieltag, als die Sportkameraden Jochen Köhler, Jochem von Paris und Gerd Polei als Neuzugänge begrüßt werden konnten, gab es bereits den ersten Verletzten. Polei zog sich beim Versuch eines Sprints einen Muskelfaserriss zu. Damit endete seine Karriere bei der Blauen Linie bevor sie richtig begonnen hatte.
  3. Februar:
    Mit Dieter Böhme und Jürgen Lemke erscheinen die beiden nächsten „Verstärkungen“. Anschließend, im Panorama, meldete sich Sportkamerad Schäfe für zehn Wochen ab. Inakzeptable Begründung: Autogenes Training bei der VHS Gettorf.
  4. Februar:
    Der zweite Verletzte. Jürgen Lemke verwechselte Ball mit Bank, was sein Knöchel nicht gut fand. Folge: Bänderdehnung, aus dem Lazarett kam er leider nie wieder.
  5. Februar:
    Chronist Müller vermerkt: Erst Fuß-, dann Basketball gespielt. Keine Verletzten!
  6. April:
    Der nächste Debütant ist da. Wolfgang Sczech, ein echtes Laufwunder. Er wird sich im Lauf der Zeit als Bereicherung in vielerlei Hinsicht herausstellen.
  7. Mai:
    Schon wieder zwei Neuzugänge. Der eine, Moskos Vogiatzis, wird zum Dauerbrenner. Der andere, Jörg Bielefeld, zur Eintagsfliege. Gekickt wird auf dem Sportplatz am Sander Weg. Bielefeld, als Sport-Professor ein Theoretiker, wird die Praxis zum Verhängnis: Oberschenkelzerrung. Und tschüs.
  8. Dezember:
    Am Ende des ersten Jahres noch ein Neuer: Rainer Maack. Auch ihm wird nur ein kurze Karriere beschieden sein. Ein Achillessehnenriss verurteilt ihn ein paar Monate später zur Sportinvalidität.